Fachkongress Holzenergie Augsburg

Auf der diesjährigen Veranstaltung des BBE (Bundesverband Bioenergie e.V.) trafen sich viele Vertreter und Akteure der Holzenergiebranche. Der nunmehr 16. Kongress dieser Reihe wurde an zwei Tagen und in verschiedenen Fachforen abgehalten.

Neben den traditionellen Themen der Waldbewirtschaftung, der heiß diskutierten Rolle der Bioenergie in der EU Klima- und Energiepolitik, den Verschärfungen der TA Luft (Emission/Staub) und die Entwicklung der verschiedenen Holzparameter, sahen die Kongressbesucher sich auch den zukunftsweisenden Themen gegenüber offen und interessiert. Zu diesen gehören zweifelsohne die Neuerungen des EEG für Neu- und Bestandsanlagen, die zukünftige Behandlung des Altholzes, innovative Energieerzeuger und Prozesssteuerungen sowie vielfältige Möglichkeiten der Energievermarktung.

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Beispielsweise das Forum Fernwärmenetze. Durch die vielen entstandenen und weiter entstehenden Bürgerenergieprojekte reift die Erkenntnis, dass die Energiewende mittlerweile fest in den Köpfen der Gesellschaft verankert ist und das Bestreben diese gelingend umzusetzen auch wirklich da ist. Die Bürger investieren nicht nur um des Investment Willens, sondern aus Überzeugung und der moralischen Verpflichtung einen Beitrag zu leisten. So spielt die dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung, Verteilung und Nutzung eine zentrale Rolle. Ob Holzhackschnitzel, Stückholz, Pellets, Holzvergasung … eine dezentrale Erzeugung und sinnvolle Kombination aus Bioenergie, KWK, Solar und vielen mehr ist die Zukunft. Es wurde auch deutlich, dass die Energiewende (Strom und Wärme!) nur gelingt, wenn viele unterschiedliche dezentrale Erzeuger im Gesamtkontext sich aufeinander einstellen und interagieren. Steuerungsmechanismen (siehe UME-BOX) sind im digitalen Zeitalter bereits vorhanden.

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Umso mehr stießen die Vorhaben des BMUB (mittelfristiger Verzicht auf Energieträger Holz) und die rückläufige Förderung der Bioenergie (nicht nur Holz) auf Unverständnis und Verwunderung. Hat man doch positive Entwicklungen und neue Produkte für hochautomatisierte Erzeugung und Prozesse, wie auf dem Kongress zu sehen, entwickelt. Auch entlang der Wertschöpfungskette der Bioenergie hat man sich gekümmert und kluge Ideen umgesetzt. Da verwunderte es, dass die Anstrengung zu einer Zertifizierung nach FSC die 300jährige gutfunktionierende Waldbewirtschaftung auf den Kopf stellen will, nur um weltweite Standards zu installieren.

Programm download

Bilder stammen von: Bundesverband Bioenergie e.V.

Das Logo der Veranstaltung: Fachkongress Holzenergie